Berichte
zurück zur Auswahl

Ausbildungsseminar für Trümmer in Weil am Rhein und Sempach

Gruppenbild Nach der Anreise traf sich der Großteil der Gruppe schon am Freitag Abend im Hotel "Dreiländereck" in Weil am Rhein. Die meisten Teilnehmer kannten sich und so gab es wie immer ein großes " Hallo" und den üblichen eifrig-intressierten Austausch von Neuigkeiten aus den verschieden Staffeln. Genauso wie ich, hatten auch andere Nordlichter den relativ weiten Weg auf sich genommen: Zu Gotti zu fahren lohnt sich einfach immer.

Trümmer Sempach Am ersten Tag konzentrierten wir uns auf den Gehorsamsbereich sowie auf Übungen an den Geräten auf dem Hundeplatz von Gotti Greiner. Die Gehorsamsarbeit, gesehen nicht ausschließlich als Unterordnung oder schnöde Dressur technischer Übungen, sondern- richtig durchgeführt- als Aufgabe für den Kopf des Hundes, verhilft dazu, die mentale Konzentrationsfähigkeit des Hundes und des Menschen erheblich zu steigern. Dieser Blickwinkel macht eingänig einmal mehr deutlich, warum die Gehorsamsarbeit als unabdingbarer Bestandteil der Rettungshundearbeit zu sehen ist.

Suche in den Trümmern Der zweite Tag fand auf dem Trümmergelände im Kat-Schutz-Zentrum in Sempach statt. Nachdem zur Sensibilisierung der Menschen und ersten Gewöhnung der Hund alle Teams das Gelände ausgiebig erkundet hatten, begannen wir mit den ersten Anzeige- und Suchübungen. Anhand von Übungen wurde das unabdingbare Zusammenspiel von trieblicher Motivation und Gehorsam sehr deutlich. Hier gibt es für uns alle ausbilderisch noch sehr viel zu tun.

Zum Schluss bekamen zwei fortgeschrittenere Teams die Aufgabe, zwei im Bereich verschiedener teilzestörter Gebäude ausgebrachte Versteckpersonen zu suchen. Bei den Hundeführern fielen an dem Punkt mangelnde Kenntnisse im Bereich Einsatztaktik auf. Die Hunde jedoch zeigten sich sehr schön, motiviert und führig gingen sie ihrer Suchaufgabe nach und konnten nach kurzer Zeit die beiden Personen orten und durch Verbellen ihren Hundeführern anzeigen.
Gotti beim erklären Nach einer zusammenfassenden Beurteilung der einzelnen Teams und der Beantwortung einer Reihe von Fragen verabschiedeten wir uns aus Sempach und von Gotti Greiner und traten die Heimreise an. Vielen Dank, lieber Gotti, dass Du uns immer wieder Dein großartiges Fachwissen zur Verfügung stellst und wir von Dir lernen können.


Text: Kirsten Neumann ( Rhs-NDS-Nord), Michael Schreiner
Bilder: Hans-Peter Brandl ( JUH Fürstenfeldbruck/ Landsberg)