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Abseil- und Höhlenrettungsübung vom 02. bis 03. August 2003 in Plech (Bayern)

Zur 15. Abseil- und Höhlenrettungsübung hatte Walter Fretschner, Prüfer in der BAG-RHV e.V. eingeladen.

Gruppenbild Zahlreiche Rettungshundeführer/innen aus der JUH-RHS* Württemberg, MHD-RHS** Hannover, MHD-RHS Kornwestheim/Ludwigsburg, RHZ*** Zirndorf, FFW Zirndorf mit der Höhenrettungsgruppe, sowie Vertreter des Deutsche Alpenverein (DAV) Sektion Bayreuth und der Firma Edelmann + Ridder GmbH, sind angereist.

* = Johanniter-Unfall-Hilfe, Rettungshundestaffel
** = Malteser Hilfsdienst, Rettungshundestaffel
*** = Rettungshundeverein Zirndorf

Als Kenner der Materie stellte sich Herr Peter Kaa, Mitarbeiter der Firma Edelmann + Ridder GmbH, ehemaliger Heeresbergführer und selbst schon aktiv einen Rettungshund geführt, zur Verfügung. Das Unternehmen stellte kostenlos Seile und Bandschlingen für die Übung zur Verfügung. Unter der Anleitung von Rudolf Bülter, DAV, Sektion Bayreuth, wurde an dem „Sturzstand" das Sichern erlernt um sich selbst beim Sichern besser einzuschätzen zu können.

Um Personenschäden auszuschließen wurde ein Dummy mit ca. 80 kg Gewicht verwendet. Ihn galt es bei einem freien Fall von ca. 15 Meter zu sichern. Eine nicht ganz alltägliche und einfache Aufgabe. Mancher Teilnehmer konnte bei dieser Übung, durch Kontakt mit der Felswand, dies am eigenen Körper verspüren.

Die Einteilung in Gruppen erfolgte so, dass sich Anfänger bei Manfred Petzold am Klettersteig erproben konnten, bevor an den Kletterfelsen ging.

Hund mit Hundeführer beim Abseilen Die Gruppe der Fortgeschrittenen begann bei Dieter Pressel die Arbeit direkt mit dem Klettern und anschliessendem Abseilen. Am Nachmittag war für alle Teilnehmer Teamarbeit gefordert. Mit dem Hund im Sicherungsgeschirr auf dem Rücken galt es sich abzuseilen. Die Gewichtsveränderung war nicht zu unterschätzen.

Rettungstrage Die Höhenrettungsgruppe Feuerwehr Zirndorf baute noch eine Seilkonstruktion mit Rettungstrage auf, um Personen aus der Höhe in schwierigem Gelände zu retten. Damit wurde den Teilnehmern, aus der Sicht der Feuerwehr, eine andere Form der Rettungsmöglichkeiten demonstriert.

Am Sonntag wurden die Teilnehmer mit der Höhlensuche vertraut gemacht. Insbesondere die Enge und Dunkelheit führte teilweise bei Hundeführen zu Schwierigkeiten. In jedem Falle eine gewöhnungsbedürftige Angelegenheit. Bei der Ausarbeitung wurde von den Verantwortlichen auf den unterschiedlichen Leistungsstand von Hundeführer/in und Hund eingegangen.
Dank dem guten Geruchs- und Tastsinn der Hunde hatte diese weit aus weniger Probleme in der Höhle die Versteckpersonen aufzufinden, als der/die jeweilige Hundeführer/in. Die erfolgreiche Suche bzw. das Orten der Versteckperson wurde vom Hund durch „Verweisen" angezeigt.

Rettungssanitäter beim Abseilen in die Höhle Den Abschluss bildete die Suche in einer Höhle, welche nur über einen Felssturz von ca. 25 m. Tiefe erreicht werden konnte. Dies hat zur Folge, dass Mensch und Hund zunächst mit dem Abseilen physisch schon belastet wurden, bevor es an die eigentliche Suche nach den Versteckpersonen ging.

Ergänzt wurde diese Übung durch den Einsatz eines Rettungssanitäters der Malteser.

Nachdem die Hundeführer-Teams ihre Aufgaben erfüllt hatten wurden die Hunde im Tragegestell an Umlenkrollen wieder nach oben gezogen. Die Hundeführer/innen mussten mit Steigklemmen, an einem speziellen Höhlenseil, aus eigener Kraft nach oben Klettern.

Für alle Beteiligten ein lehr- und erfolgreiches Wochenende.

Ein besonderer Dank gilt der Firma Edelmann + Ridder GmbH, für die Bereitstellung der Gerätschaften, der freiwilligen Feuerwehr Zirndorf und allen Personen, die sich für dieses Wochenende zur Verfügung gestellt haben.

Text: Michael Schreiner(MHD Kornwestheim), Andrea Fretschner (RHZ Zirndorf)
Fotos: Michael Schreiner