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Internationale Einsatzübung für Rettungshunde-Teams der Sparten Fläche und Trümmer in Ludwigsburg / Kornwestheim

Am Wochenende vom 12. bis 14. September 2003 lud die BAG-RHV e.V. zu einer Internationalen Einsatzübung für Rettungshunde-Teams ein. Hundeführer aus Österreich, Slowenien und Deutschland reisten an, um in realitätsnahen Situationen die harmonische Zusammenarbeit der Einsatzmannschaft (hier jeweils 3 RH-Teams) üben und ihren Leistungsstand überprüfen zu können. Aber auch Beobachter aus dem Katastrophenschutz aus Polen, Slowenien, Süd-Tirol und Spanien verfolgten das Vorgehen der einzelnen Mannschaften an den verschiedenen Einsatzorten.

Gruppenbild

Die 9 Einsatzmannschaften hatten in 9 teils sehr schweren Einsatzgebieten ihr Können unter Beweis zu stellen. An jedem Ort musste die Situation erfragt, erkundet, die Einsatztaktik festgelegt, die insgesamt 22 „Opfer“ entsprechend deren Aussagen versorgt und das Einsatzergebnis zusammengefasst werden - und das alles in jeweils 30 Minuten. Das Hauptziel der Übung lag darin, dass die einzelnen Mannschaften eine perfekte, harmonische Zusammenarbeit zeigten und gemeinsam zum optimalen Erfolg kamen. Es waren also keine Einzelkämpfer gefragt sondern Teamwork.

Fast überall lauerten Überraschungen, wie (links u.) der Zugang zu einem Einsturz gefährdeten Gebäude über eine Leiter, das Abseilen von 11m Höhe, da alle Eingänge durch Brand zerstört waren - das Übersetzen zum nächsten Einsatzort mit dem DLRG-Boot (Mitte u.) oder das Absuchen von meterhohen Palettenbergen und Schrott (rechts u.).

Hund auf Leiter DLRGBoot Palettenberg

In den 5 Trümmergeländen (Steinbruch Gläser in Zwingelhausen, Abbruchgebäude in Remseck-Neckarrems, Schrottplatz Stachelski in Neckarweihingen, THW-Übungsgelände in Ludwigsburg, ENBW ehem. Kraftwerk in Marbach) und 4 Flächensuchgebieten (Ziegelei Hess in Waiblingen, Waldgebiete: in Bittenfeld, beim Steinbruch Gläser, beim Tanklager in Ludwigsburg) hatten auch die Vierbeiner mit allerlei Hindernissen zu kämpfen, wie z.B. versperrte Ausgänge durch herab gefallene Äste und Zweige bzw. Trümmerteile oder durch ständig rutschende Gegenstände sobald man sie betritt. Aber auch Rauchschwaden, Maschinengeräusche oder ohrenbetäubender Lärm im Kraftwerk erschwerten die Sucharbeit oder feiner Staub und Sand (wie im Steinbruch oder der Ziegelei) behinderten den Zugang zur Versteckperson - in der Fläche war es starres trockenes, schwer zu durchsuchendes Gestrüpp bzw. sehr dicht bewachsenes Unterholz. Das alles bewältigten die Hunde dank ihrer guten Ausbildung, körperlichen Fitness, ausgezeichneten Nasenleistung und ihrer teils überraschenden Unerschrockenheit.

Jede Einsatzmannschaft hatte ihre Stärken und ihre Schwächen - so z.B. fanden sich Hund und Hundeführer der THW-Mannschaft in den Trümmern ausgezeichnet zu recht, waren das Abseilen gewohnt, die Vierbeiner zeigten auch tiefer versteckte Personen sicher an (links u.) - während Mannschaften aus Sanitätsorganisationen bei der Versorgung von Verletzten eine sehr gute Ausbildung aufwiesen (Mitte u.) und die Handhabung von Funkgeräten zur Kommunikation innerhalb der Gruppe keine Probleme zeigte. Das Österreichische und die Slowenischen Teams zeichneten sich durch gute taktische Einsatzfähigkeiten und harmonische Zusammenarbeit aus. Sie hatten weder mit dem Fahren in einem Boot noch mit dem Eindringen in ein Gebäude über eine Leiter Schwierigkeiten.

Trümmer Opferversorgung Beurteiler

Nach Abschluss der harten Arbeit, fand ein gemütlicher Ausklang beim DLRG Ludwigsburg statt. Thomas Schreiber bedankte sich im Namen der BAG-RHV bei a l l e n Helfern (als Versteckperson, Sicherheitsbeauftragte, Fahrer im Fahrdienst für die Mannschaften, Bootsführer usw., usw.) und bei allen „Beurteilern“ (rechts o.) für ihre großartige Unterstützung an allen Tagen. Er überreichte den Teilnehmern Geschenke (Bierkrug bzw. Flasche Korn, bei denen der Deckel/das Etikett aus Zinn war und das BAG-RHV-Abzeichen trug, Eukanuba-Futterproben für die Vierbeiner und etwas Süßes für die Zweibeiner) und Urkunden als Erinnerung.

Die Auswertung der Bewertungsbogen nach Absolvierung aller 9 Suchgebiete/-orte ergab folgendes Ergebnis:
Am erfolgreichsten waren die Mannschaften
  • der JUH-RHS Württemberg (mit Doris Braun u. Aki, Renate Schaal u. Oka, Osman Ecevit u. Banja) - links o.
  • der DVRPS Slovenia 1 (mit Dusan Necak u. Tark, Gasper Erman u. Vit, Jaka Jeraj u. Zila) - Mitte
  • der DVRPS Slovenia 2 (mit Dusan Weber u. Zara, Franci Kastelic u. Pina, Francisek Volovlek u. Tena) - rechts u.
JUH-RHS Württemberg
DVRPS Slovenia 1 DVRPS Slovenia 2

Federführend bei der Organisation der Veranstaltung war Thomas Schreiber, der durch die tatkräftige Mithilfe und der guten Kontakte von Michael Schreiner, der Mitwirkung von Sonja und Nicole Schreiber, ein Übungswochenende auf die Beine stellte, von dem alle Teilnehmer so begeistert waren, dass sie beim nächsten Mal alle wieder kommen wollen.

Die BAG-RHV e.V. dankt für die tatkräftige Unterstützung:
  • dem Malteser Hilfsdienst Ludwigsburg/Kornwestheim und dem DLRG Ludwigsburg-Remseck
  • den Feuerwehren Bittenfeld, Marbach, Remseck und Waiblingen und dem THW Ludwigsburg
  • sowie den Gemeinden Remseck und Marbach und den Jagdpächtern Gläser und Haas
  • den Firmen Bornack in Heilbronn, Gläser in Aspach, Hess in Waiblingen und Stachelski in Neckarweihingen.

(weitere Bilder unter: www.malteser-kornwestheim.de)

(Bilder: BAG-Mitglieder - Text: I. Wiegand)